Ralfs Tourbericht von der Teilnahme bei der EVA Tour 2001

Bilder + Text: Ralf Wagner
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Alle Bilder liegen im Original in der Auflösung 1700 * 1300 Pixel vor und sind hier für das Web deutlich reduziert.


Anfang der 90 er waren meine aktiveren Zeiten als Teilnehmer bei der EVA, Tour de Ruhr und im Team bei Tour de Sol und ASEM. An der Erlanger Tour dieses Jahr war ich Zaungast, die EVA 2001 wollte ich mal wieder selber fahren.

Vorplanung
Start der EVA war in Darmstadt, wie jedoch hinkommen? Seit jeher bin ich kein Fan von Anhängern und großem Aufwand, wenn es doch vermutlich ungemein beruhigt ein Begleitfahrzeug mit Anhänger zu haben.
Start war bereits am Freitag, so daß ich einen Tag frei nehmen mußte. Da ich nicht schon Donnerstag los fahren konnte mußte ich versuchen Freitag vormittag nach Darmstadt zu kommen.

Alle meine Berechnungen hatten zum Ergebnis, das trotz bester Technik die Fahrt nach Darmstadt kaum zu schaffen war, wollte ich nicht völlig in der Nacht losfahren.

Trotzdem wollte ich versuchen der Tour soweit als möglich entgegen zu fahren.

Meine Familie wollte mit dem "großen" Auto nachkommen um mich in Heidelberg und Karlsruhe zu begleiten.


1. Etappe

Von Echterdingen nach Bietigheim-Bissingen
Start war am Freitag in " aller Herrgotsfrühe", um ca. 5 Uhr in Echterdingen. Die erste Etappe verlief relativ unspektakulär, von zu Hause über Stuttgart, Ludwigsburg, Asperg, Tamm zum Ökokaufhaus "Rommelsmühle" in Bissingen.

Bis auf daß ich mit Nebel und beschlagenden Scheiben zu kämpfen hatte verlief die Fahrt problemlos.

Zu kämpfen hatte ich mit der Batterietemperatur meiner NC Akkus. In der Nacht vorher hatte ich die Akkus durch eine versehentliche Überladung sehr stark erwärmt, so daß sie bei Fahrtbeginn bereits 25° C hatten. Die NC Batterie erwärmt sich bei Überladung und tiefen Entladungen.

Jürgen Werner hat an der Rommelsmühle eine Elektrotankstelle eingerichtet u.a. mit einem 16A Drehstromanschluß, so konnte ich mit beiden Ladegeräten laden.

1 Lader Zivan K2 60V, ca. 35A

1 Lader Hypercon 60V 15 A

Meine Ängste daß die Stromtankstelle ohne Saft ist außerhalb der Geschäftszeiten, war unbegründet.. es ist nichts schöner wie das Geräusch des Ladegerätes nach einer langen Fahrt. Dank der 50A Ladestrom war der Akku nach einer Stunde wieder bei 80%. Diese Stunde ist mir trotzdem recht lang geworden, da es schlicht saukalt war. Genutzt habe ich die Zeit um auf meinem Pocket PC eine kleine Tabelle mit den Tourdaten anzufangen, dazu aber später mehr.

Noch ein Tipp.. Bäcker dort öffnen erst um 7 Uhr ... da saß ich aber schon wieder im el zum nächsten Ziel..


2. Etappe

Von Bissingen nach Sinsheim
Die Etappe hatte das Autotechnik Museum in Sinsheim zum Ziel. Ich hatte zwei Tage vorher beim Museum angefragt ob ich laden kann und sofort eine Zusage bekommen! Ein großes Lob!!! Mein Tourplanung war optimal vorgeplant und endete kurz vor Walheim mit dem ersten Umleitungsschild... erstmal links den Berg rauf...

Alle Planung war hinfällig und ich versuchte den direkten Weg nach Sinsheim. Schnell mußte ich feststellen daß meine kurzfristige Planung doch nicht so optimal war, irgendwie mußte ich alle Täler quer nehmen. Kurz vor Sinsheim ging es abwechselnd rauf oder runter. Die Strecke zwischen Heidelberg und Stuttgart bin ich die letzten Jahre schon öfters gefahren, allerdings nie so weit östlich.


Am Autotechnikmuseum meldete ich mich an der Kasse wie besprochen und die Dame orderte mir den Haustechniker. Dieser Ladepunkt "öffnete" erst um 9 Uhr und war damit ein Fixpunkt für meine Terminplanung.

Im Freibereich vor den Kassen zeigte mir der Haustechniker die Steckdose.. 16A Drehstrom.... wunderbaaar.. also konnte ich wieder mit "Volldampf laden. Durch die schnelle Lademöglichkeit habe ich allerdings auch meinen Plan verschoben das Auto Technik Museum während der Ladung zu besuchen, ich bin mir allerdings sicher daß ich die nächste Zeit mit meinem Sohn dort rein muß!

Nach 25 Minuten beendete ich die Ladung und fuhr weiter..


3. Etappe

Von Sinsheim nach Bammental
Die nächste Etappe war mit 22 km eigentlich nicht der Rede wert , Ziel war das Haus meiner Schwiegermutter.

Zuerst wurde wieder das "el" versorgt.. wie bei den Cowboys, zuerst das Pferd, dann der Mann.

Das Pferd bzw. das el bekam wieder zwei Phasen, d.h. einmal Strom aus der Garage und einmal Strom per Verlängerungskabel aus dem Haus.

Hier konnte ich mich dann gemütlich auf dem Sofa langstrecken und das Frühstück nachholen. ..

Viel zu früh war das el dann wieder bei 80 % und ich konnte wieder weiter fahren..


4. Etappe

Von Bammental nach Lorsch
Mittlerweile verzog sich der Nebel und die Sonne kam raus.... Verdeck auf!!

Ich startete auf meine schönste Strecke von Bammental am Neckar entlang nach Heidelberg. Die Bäume hatten eine wunderbare Färbung und das el rollte leise und leicht dahin. Von Heidelberg ging es dann Richtung Norden immer die B3 entlang bis nach Bensheim und von dort westlich nach Lorsch.

Die Bergstraße läuft relativ eben und man merkt mal wieder, wie sparsam man fahren kann.

Mittlerweile war es doch 12 Uhr, die Tour wollte um 13 Uhr in Darmstadt starten.. Wie berechnet reichte es nicht um am Start dabei zu sein, also habe ich die erste offizielle Touretappe ausgelassen und wartete in Lorsch, dem ersten Etappenziel der EVA.. ich hatte an diesem Vormittag bereits 173 km hinter mir.

Ort Zeit an Zeit ab Differenz Tacho Differenz Schnitt Verbrauch D Verbrauch
        [km] [km] [km/h] [AH] [Ah/km]
Echterdingen   04:55   69439        
Rommelsmühle 05:55   01:00 69484 45,0 45,0 38 0,84
Rommelsmühle   07:00 01:05 69484        
Sinsheim 08:25   01:25 69537 53,0 37,4 52 0,98
Sinsheim   09:00 00:35 69537        
Bammental 09:27   00:27 69559 22,0 48,9 18 0,82
Bammental   11:00 01:33 69559        
Lorsch 12:20   01:20 69612 53,0 39,8 46 0,87
Excel Tabelle, erstellt auf einem Compaq IPAQ während der Ladepausen

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